In vielen wissenschaftlichen Disziplinen, besonders in den Natur- und Sozialwissenschaften, spielen Software-Werkzeuge eine essentielle Rolle für die Erfassung, Analyse und Interpretation von Forschungsdaten. Ohne beide, die Werkzeuge und Daten, sind die daraus resultierenden Forschungsergebnisse weder vollständig nachvollziehbar, noch können sie als Basis für die weitere Forschung dienen.

Das Projekt SARA (Software Archiving of Research Artefacts) hat das Ziel, einen neuen wissenschaftlichen Dienst zu entwickeln, mit dem sowohl Forschungsdaten als auch Softwarewerkzeuge, mit denen diese Daten erzeugt werden, langfristig verfügbar gemacht werden können. In der Fachdisziplin Biologie werden beispielsweise Messdaten computergestützt erfasst und weiterverarbeitet. In der Elektrotechnik und Informatik müssen kontinuierlich die unterschiedlichen Versionsstände der entwickelten Software gespeichert werden, um den Fortschritt der Entwicklung zu dokumentieren.

Der Dienst soll die Workflows der Forschenden begleiten und es ihnen ermöglichen, Zwischenstände ihrer Forschungsarbeit bereits prozessbegleitend festzuhalten. Damit kann auf die gesamte Entstehungshistorie der oft von den Forschenden selbst entwickelten und modifizierten Tools zurückgegriffen werden. Die erhobenen Forschungsdaten und die unterschiedlichen Versionsstände der dazugehörigen Softwarewerkzeuge sind dadurch für spätere Forschung nachvollziehbar. Das System zur anwenderunterstützenden Archivierung von codebasierten Artefakten basiert auf Git und der Repositorien-Software DSpace, die an beiden Standorten als Institutionelles Repositorium eingesetzt wird.

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